Anleitung für Mozilla Firefox & Thunderbird

1. Allgemeines

Diese Anleitung bezieht sich hauptsächlich auf Mozilla Firefox für Windows. Da die Mozilla Firefox-Programmierer aber einen plattformübergreifenden Browser geschaffen haben, sollte sie in weiten Teilen (ausser Installation) auch z.B. für die Linux-, Mac- und andere Versionen gelten.


1.1 Was ist der Mozilla Firefox?

Mozilla Firefox ist ein fast vollständig neu entwickelter Internet-Browser. Nachdem die Firma Netscape 1997 den Quellcode für den Netscape Navigator freigegeben hatte, bildete sich eine Projektgruppe, die zum Ziel hatte auf Basis des Quellcodes den Browser weiterzuentwickeln. Nach eingehender Sichtung des Quellcode wurde entschieden, diesen in weiten Teilen neu aufzubauen. Daraus ist einer der modernsten Browser des Internets entstanden, der Mozilla Firefox.

Aktuelle Mozilla Firefox-Version unter: Firefox

Lange Zeit wurden von Netscape einige Versionen von Mozilla Firefox als Basis für den Netscape Browser übernommen und es wurde zusätzliche Software hinzugefügt.

Leider hat AOL, zu der Netscape seit einigen Jahren gehört, mittlerweile Netscape geschlossen und damit die Weiterentwicklung des Netscape Browsers eingestellt. Damit ist das Urgestein der Internet-Browser wohl entgültig am Ende seiner Entwicklung angekommen.

Interessanterweise ist dieses kurz nach der Einigung von AOL und Microsoft in einem Rechtsstreit, in dem es um auch um die Macht Microsofts im Browsermarkt ging passiert. Microsoft zahlte 750 Millionen (!) US-Dollar und AOL zog die Klage zurück. Siehe hierzu einen Artikel bei Heise in dem dies genauer beschrieben ist.

In Zukunft will AOL Mozilla Firefox direkt verstärkt unterstützen. Mozilla Firefox soll weiterentwickelt und den Endbenutzern direkt zur Verfügung gestellt werden. Dazu hat AOL 2 Millionen US-Dollar an eine so genannte "Mozilla Firefox Foundation" (Mozilla Firefox Stiftung) gezahlt, aus der die weitere Entwicklung finanziert werden soll. An diese Stiftung kann jeder spenden, der Mozilla Firefox unterstützen möchte.

Inzwischen verdichten sich die Hinweise darauf, dass AOL den Netscape-Browser wohl doch noch nicht ganz in der Versenkung verschwinden lassen will. Angeblich ist die Freigabe einer neuen Version, also wahrscheinlich der Version 7.2 geplant. Diese soll auf der Version 1.7 von Mozilla Firefox basieren und noch im Sommer 2004 erscheinen.

Hinweis des Autors

Entgegen weitläufiger Meinung stammt der erste Browser nicht von Microsoft, sogar der "alte" Netscape-Browser ist vor der ersten Version des Internet Explorers entstanden.

Der erste grafische Web-Browser ist der so genannte Mosaic-Browser gewesen und darauf hat zunächst auch der Netscape Browser basiert. Später hat Microsoft diesen Mosaic-Browser gekauft und als Basis für den Internet Explorer verwendet. Der Internet Explorer ist somit nicht "das Original"!

Neben dem Netscape-Browser gibt es noch weitere Mozilla Firefox-Abkömmlinge, die alle eines gemeinsam haben: die so genannte "Gecko Rendering Engine", die für den Bildaufbau im Browserfenster zustädig ist.


1.2 Warum sollte ich Mozilla Firefox nutzen?
      Welche Vorteile bietet mir Mozilla Firefox?

Mozilla Firefox bietet viele moderne Funktionen, die das Surfen im Internet angenehmer gestalten. Viele dieser Funktionen können z.B. beim Microsoft (tm) Internet Explorer (tm) erst nach der Installation von weiteren Programmen ermöglicht werden, Mozilla Firefox bringt diese von Hause aus mit. Einige dieser Funktionen sind:

  • Die auf vielen Seiten anzutreffenden Pop-Up-Fenster kann Mozilla Firefox auf Wunsch seitengenau unterdrücken.

  • Das Problem, dass man beim Surfen viele Fenster gleichzeitig aufhaben muss, wenn man parallel verschiedenen Seiten geöffnet hat, ist bei Mozilla Firefox durch Tabbed Browsing elegant gelöst.

  • Es ist möglich, Mozilla Firefox so zu konfigurieren, dass auf eine Seite nur noch der Text, aber keine Bilder angezeigt werden (kein Download von Bildern auf den lokalen Rechner).

  • Das Mausrad kann erweitert genutzt werden, nicht nur zum Auf- und Abbewegen auf einer Seite.

  • Fr mehrere gleichzeitig (per Tabbed Browsing) geöffnete Seiten kann ein Gruppenlesezeichen abgelegt werden.

  • Für "verspielte Naturen" kann die Oberflüche durch viele so genannte Themes verändert werden.

  • Durch ein Cookie-Management ist es möglich, selbst zu entscheiden, welche Cookies von welchen Webseiten angenommen werden dürfen.

  • Mozilla Firefox wird permanent weiterentwickelt, bisher waren in jeder neuen als stabil geltenden Version (1.3, 1.4, 1.5 usw.) viele neue, interessante Funktionen enthalten.

  • Daneben gibt es noch weitere Projekte, die sich um Erweiterungen für Mozilla Firefox kümmern. So gibt es beispielsweise einen Kalender, Maus-Gesten und viele weitere.

  • Weniger Sicherheitslücken und wenn doch welche auftreten, werden diese extrem schnell (meistens innerhalb weniger Tage) geschlossen.

Es gibt sicher noch viele weitere Vorteile, vieles entdeckt man erst durch das Arbeiten mit diesem Browser und man fragt sich irgendwann, wie konnte ich eigentlich so lange ohne diese Features auskommen.

Durch die freundliche Unterstützung von Michael Stadlbauer ist es jetzt vollbracht: Mozilla Firefox-Anleitung veröffentlicht die englischen 101 Gründe die für Mozilla Firefox sprechenjetzt auf Deutsch:

101 Gründe, die für Mozilla Firefox sprechen

Weitere Seiten über Mozilla Firefox

Auf den Seiten vom Stern befindet sich ein interessanter Bericht zum Thema "moderne Browser", wo Mozilla Firefox positiv erwühnt wird.

Zitat aus dem Bericht vom Stern:

"... Dennoch bleibt der IE integraler Bestandteil von Windows. Obwohl das seine Nutzung einfach und bequem macht, empfehlen viele Experten auch privaten Surfern, aus Sicherheitsgründen eine der kostenlosen Alternativen zu verwenden. Und die gibt es in großer Fülle ..."


Der Bericht auf den Seiten von Financial Times Deutschland ist ebenfalls lesenswert. Auch hier werden die Alternativen zum Internet Explorer sehr positiv erwähnt.

Auch hier ein Zitat des Berichtes von Financial Times Deutschland:

"... Denn inzwischen gibt es für Netzsurfer mindestens drei gute Gründe, sich wieder nach Alternativen umzusehen.

Erstens: Der Microsoft-Browser ist seit Ende der 90er Jahre kaum weiterentwickelt worden. Mangels Konkurrenz hatte die Gates-Company keinen Anreiz mehr, Zeit und Geld in neue Funktionen zu investieren.

Zweitens setzen User neben Computern zunehmend auch mobile Geräte wie Handys oder PDAs ein. Dafür eignet sich der speicher- und leistungshungrige IE kaum.

Drittens: Fast wöchentlich finden Sicherheitsexperten neue Schwachstellen im Microsoft-Browser. In der Mailingliste NTBugtraq etwa kursiert derzeit eine Liste mit 19 unbehobenen Sicherheitslcken. Einige davon öffnen Hackern und Computerviren Tür und Tor und verwandeln den IE in eines der riskantesten Fortbewegungsmittel für Reisen durchs Web. Wer sich schützen will, muss entweder einzelne Funktionen abschalten oder ganz auf das Programm verzichten ..."


1.3 Welche Nachteile hat Mozilla Firefox?

Neben all den Vorteilen soll nicht verschwiegen bleiben, dass Mozilla Firefox auch einige kleine Nachteile hat.

Leider gibt es im Internet einige Seiten, die mit Mozilla Firefox schlichtweg nicht oder nicht vollständig funktionieren. Eigentlich ist dies nicht ein Problem von Mozilla Firefox, sondern die Tatsache, dass es immer noch Webseiten-Betreiber gibt, die ihren Webauftritt für den Microsoft Internet Explorer "kaputtoptimieren".

Da der Internet Explorer einige Befehle mitbringt, die nur er kennt, ist es nicht verwunderlich, wenn solche speziell angepassten Seiten teilweise gar nicht (oder ev. fehlerhaft) durch Mozilla Firefox dargestellt werden können. Letztlich stellt Mozilla Firefox die Seite somit nicht falsch dar, sondern bekommt Informationen von der Webseite, die keinen Web-Standards (siehe dazu auch http://www.w3.org entsprechen.

Oftmals werden sogar Seiten so für den Internet Explorer vorbereitet, dass die fehlerhafte Darstellung des Internet Explorers umgangen wird und deshalb die eigentlich richtige Darstellung bei Mozilla Firefox und anderen Webbrowsern nicht mehr funktioniert.

Mein Tip

Wenn Sie auf solche Seiten treffen - egal welchen Browser sie verwenden - schicken Sie dem Betreiber der Seite eine freundlich formulierte Mail in der Sie auf das Problem hinweisen. Beschreiben Sie was nicht funktioniert und welchen Browser Sie verwenden.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dies durchaus funktioniert. Je mehr Mails eingehen, um so eher wird der Betreiber darauf eingehen und die Seiten entsprechend anpassen. Wer will schon freiwillig Kunden vergraulen?

Was manchmal auch als Nachteil gesehen wird, ist die eventuell mögliche längere Ladezeit, bis Mozilla Firefox gestartet ist. Diese Zeit lüsst sich zwar auf Windows-Systemen durch den Schnellstarter (vgl.: Punkt 3.3) reduzieren, aber subjektiv kann es auf einigen System trotzdem länger dauern, als der Start des Internet Explorers.

Doch was sind schon einige, wenige Sekunden im Vergleich zu der Zeit, die man anschliessend im Internet verbringt. Auf den Komfortgewinn will ich gar nicht erneut eingehen.

Mit der Installationsroutine von Mozilla Firefox lässt sich ausschliesslich der Browser, das Mozilla Firefox Mail und die weiteren direkt zu Mozilla Firefox gehörenden Programme installieren. Plug-Ins, wie der Flash-Player, Java usw. müssen bei Bedarf vom Benutzer selbst nachinstalliert werden. Es gibt aber durchaus Anwender, die dies nicht als Nachteil empfinden. Zumal dadurch die zu ladende Datenmenge verringert wird, wenn man für diverse Plug-Ins eigentlich keinen Bedarf hat.


1.4 Welche Alternativen gibt es sonst noch?

Zunächst gibt es einige Browser, die auf der gleichen Basis wie Mozilla Firefox aufgebaut sind. Das heisst diese verwenden ebenfalls die so genannte Gecko Rendering Engine, die für den Seitenaufbau des Browsers sorgt. Dies sind unter anderem

  • Netscape Navigator - vollständige Browsersoftware inkl. vieler Plug-Ins. Leider nicht auf dem aktuellsten Stand, da Netscape nicht jede stabile Version übernimmt.

  • Firebird (ehemals Phoenix) - schlanker, auf Geschwindigkeit optimierter Browser.

  • K-Meleon - ebenfalls sehr schlank, sehr anpassbar an eigene Bedürfnisse.

Daneben gibt es noch weitere Browser mit eigener Rendering-Engine:

  • Opera - schneller, schlanker Browser. Es gibt eine kostenlose Version mit Werbeeinblendungen unter www.opera.com. Bei Bezahlung der Lizenzkosten ist der Browser werbefrei nutzbar.

  • Konqueror - ebenfalls ein schneller Browser. Allerdings ist dieser nur im Rahmen der KDE-Oberfläche z.B. unter Linux nutzbar.

  • Safari - Web-Browser für Mac OS. Basiert auf der Rendering Engine des Konquerors.

Wie man sieht gibt es mittlerweile reichlich Alternativen zum Internet Explorer, die meisten bieten mittlerweile von Hause aus mehr Funktionen. Jeder soll selbst entscheiden, mit welchem Browser er das Web durchforscht.

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